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Begleitung ins Schulleben

Start des Pilotprojekts Kooperationserziehung – Trägerin ist die Suchthilfe Kaltenkirchen

Die neuen Kooperationserzieherinnen: Petra Schneider (links) und Nina Koslowski mit den Vorschulkindern der Kita Löwenzahn. Foto: Sylvana Lublow

BAD BRAMSTEDT. Nach mehreren Jahren Anlaufzeit ist es so weit: Das Pilotprojekt Kooperationserziehung in Bad Bramstedt konnte im Januar an den Start gehen. Nina Koslowski (33) und Petra Schneider (45) übernehmen den Job, jeweils in Teilzeit. Die Dauer des Projektes ist auf zwei Jahre befristet. Träger ist die ambulante und teilstationäre Suchthilfe Kaltenkirchen (ATS), die bereits die Schulsozialarbeit an Bad Bramstedts Grundschulen stellt. „Wir hatten uns an der Ausschreibung beteiligt, weil wir das Projekt sehr spannend finden. Außerdem können wir, wenn erforderlich, gleich eine gute Verzahnung zur Schulsozialarbeit herstellen“, sagt Judith Maiwald, Regionalleiterin der Suchthilfe. Das Pilotprojekt soll  Kindern den Übergang von der Kita in die Grundschule erleichtern. Die Erzieherin Schneider und die Koslowski, die Prävention und Gesundheitsförderung in Flensburg studiert hat,  werden im letzten Kita- und im ersten Schulhalbjahr Kinder begleiten, die einen besonderen Förder- und Entwicklungsbedarf haben. „Beim Übergang in die Schule bricht für Kinder  vieles weg. Da ist es wichtig, jemand Vertrauten an seiner Seite zu haben“, sagt Schneider, die 15 Jahre lang in einer Kita gearbeitet und diese auch zeitweise geleitet hat.  Schulbegleiterin war sie bereits zwei Jahre lang. „Ich hätte mir in beiden Bereichen eine intensive Kooperation zwischen Kita und Schule gewünscht“, sagt sie.

Von den 14 Kitas in Bad Bramstedt und dem Einzugsbereich des Schulverbands meldeten neun für dieses Jahr Bedarf an. Um 24 Kinder müssen sich die zwei  Kooperationserzieherinnen kümmern. Zunächst hospitieren die beiden Frauen in den Kitas und lernen ihre Zöglinge kennen. „Wir begleiten die Kinder in unterschiedlichen Situationen und schauen, wo ihre Stärken und ihre Schwierigkeiten liegen“, erklärt Koslowski. Das Kita-Personal und die Eltern werden in den Prozess eingebunden. „Es ist keine leichte Aufgabe, das Vertrauen der Vorschulkinder zu gewinnen, zumal die beiden Erzieherinnen ja nur einmal in der Woche bei uns sind“, sagt Gabi Fischer, Leiterin der DRK-Kita Löwenzahn in  Bissenmoor. Drei ihrer Kinder sollen von den Kooperationserzieherinnen betreut werden. Ist die Kennlernphase vorbei, fördern die Pädagoginnen ihre Schützlinge individuell, zum Beispiel durch spezielle Übungen oder Spiele. Später, in der Schulphase, werden sie die Kinder hauptsächlich begleiten, ihnen Struktur geben und dabei helfen, sich im Schulalltag einzuleben.

Fischer hat das Projekt mit angestoßen. Es entstand aus einer Arbeitsgruppe innerhalb der bundesweiten Initiative „Anschwung – für frühe Chancen“. Für Fischer ist das Pilotprojekt sinnvoll. „Ich sehe es als große Hilfe und Unterstützung unserer Arbeit“, sagt sie. Ob körperliche Schwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten oder Verzögerungen in der Entwicklung – jedes Kind wird eingeschult. „Die Bandbreite an Wahrnehmung und Intelligenz bei den Kindern ist sehr groß. Und alle müssen in der Schule ankommen. Da ist Unterstützung jeglicher Art notwendig“, sagt Maiwald. Die Gesellschaft habe sich verändert und damit auch der Anspruch der Kinder, erklärt sie und entgegnet damit möglicher Kritik an zu vielen zusätzlichen pädagogischen Fachkräften an Grundschulen. Das Pilotprojekt wird von der Aktiv Region Holsteiner Auenland mit 100 000 Euro gefördert. Das Gesamtvolumen werde wohl 150 000  Euro betragen, was im Wesentlichen die Personalkosten deckt. Den Rest der Summe trägt die Stadt. Mehrfach gab es in den städtischen Ausschüssen auch kritische Stimmen zum  Projekt Kooperationserziehung. Diese betreffen vor allem das Problem der Anschlussfinanzierung. „Das müssen wir spätestens nach einem Jahr angehen“, sagt Bürgermeister und Schulverbandsvorsteher Hans-Jürgen Kütbach.

 

Quelle: Segeberger Zeitung, 08.02.2018

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