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Kellinghusens Leitbild wird die Familienfreundlichkeit

Knapp 100 Bürger stimmten am Montagabend für das neue Leitbild der Stadt ab

Katharina Glockner, Axel Pietsch und Sven Erik Gondlach präsentieren das eindeutige Ergebnis der Abstimmung (Foto: Claaßen)

Kellinghusen Familienfreundlichkeit soll als Leitbild für eine langfristige Entwicklung Kellinghusens dienen. Darüber haben am Montagabend knapp 100 Bürger im Rahmen einer Einwohnerversammlung abgestimmt. Nach fast sechsjähriger Vorbereitungszeit, in der unter anderem eine Analyse der Stärken und Schwächen der Stadt erfolgt ist, soll das Herausstellen eines Profils jetzt Fahrt aufnehmen. „Viel zu lange hat mir das bin hierhin gedauert“, so Bürgermeister Axel Pietsch in seiner Begrüßung. Die weiteren Schritte sollten deutlich zügiger erarbeitet werden.

Innere Akzeptanz wichtiger als Außenwirkung

Dies wird die Aufgabe von Sven Erik Gondlach sein. Seit vier Monaten ist er als neuer Leiter des Stadtmarketings im Amt, mehrere Vorgänger waren mit der Arbeit am Projekt „Leitbild“ betreut. Genauso wie eine Lenkungsgruppe, die in den letzten Jahren zunächst zehn mögliche Stadtprofile herausgearbeitet und diese zu drei Leitbildern zusammengefasst hat. Zur Abstimmung standen im Bürgerhaus neben der Familienfreundlichkeit Nachhaltigkeit sowie Sport- und Aktivstadt.
Bei der Festlegung auf ein Leitbild komme es zunächst nicht auf die Außenwirkung an, betonte Katharina Glockner von der Aktivregion Holsteiner Auenland. „Wichtig ist, dass Sie Ihre Bürger mitnehmen und sie das Leitbild akzeptieren.“ Das Definieren von Zielen und Maßnahmen, um diese zu erreichen, erfolge erst zu einem späteren Zeitpunkt. Die Aktivregion werde den Prozess begleiten.
In einer sachlich geführten Diskussion fanden alle drei Vorschläge ihre Befürworter. „Sie sollten aber nicht gegeneinander ausgespielt, sondern miteinander kombiniert werden“, meinte ein Besucher. „Das ist richtig“, meinte Axel Pietsch“, „aber wir sollten uns trotzdem auf ein Leitbild konzentrieren, um einen roten Faden zu haben. Wenn wir uns zu breit aufstellen, verlieren wir uns.“ Schnittmengen könnten und sollten berücksichtigt werden. „So ging es uns in den letzten vier Jahren in der Lenkungsgruppe“, sagte Timo Laackmann als Vorsitzender des Kultur- und Wirtschaftsausschusses. „Wir sind oft ins Klein-Klein geraten und mussten aufpassen, das Große nicht zu verlieren.“
Da einige Besucher sich nicht auf ein Leitbild festlegen wollten, erhielten alle Teilnehmer je zwei Aufkleber (die nicht alle nutzten), mit denen sie an einer Stellwand Position beziehen konnten. Die deutliche Mehrheit (73 Aufkleber*) erhielt das Leitbild Familienfreundlichkeit, gefolgt von Nachhaltigkeit (39) und Sport- und Aktivstadt (29).

Fördermittel zur Umsetzung stehen bereit

Dieses Votum dient nun der Ratsversammlung als Entscheidungsgrundlage, Sven Erik Gondlach mit dem weiteren Herausarbeiten des Leitbildes zu beauftragen. Dazu werden die Bürger auch weiterhin ins Boot geholt, erste Workshops sollen im Sommer stattfinden.
Das Umsetzen der zu erarbeitenden Maßnahmen muss Kellinghusen übrigens nicht allein finanzieren. Die Stadt ist ins Städtebauförderprogramm aufgenommen worden und kann Fördermittel abgreifen. Auch die Aktivregion Holsteiner Auenland hat Fördermittel in Aussicht gestellt.

* Nachtrag: Nach Veranstaltungsende hatte Bürgermeister Axel Pietsch noch einmal nachgezählt: 76 Aufkleber waren bei Familienfreundlichkeit angebracht worden.

 

Quelle: Ihr Anzeiger, 06.02.2018

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