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Bönningstedt bleibt nur im Gaststatus

Vollmitgliedschaft in der Aktiv-Region Holsteiner Auenland derzeit nicht möglich

Momentan ist die Gemeinde Bönningstedt Gastmitglied der Aktiv-Region Holsteiner Auenland. Dies soll sich laut der Bönningstedter Politiker jedoch schnell ändern. Die Gemeinde soll Vollmitglied werden. „Es ist eine lohnenswerte Maßnahme. So können wir EU-Fördermittel abgreifen“, erläuterte Bürgermeister Peter Liske (BWG) während der Sitzung des Ausschusses für Bauwesen und Umweltschutz.

Die Gemeinde Bönningstedt grenze an insgesamt drei Aktiv-Regionen. Das Problem: „Durch formale Dinge sind wir momentan ausgeschlossen“, sagte Liske.

Derzeit gebe es keine Möglichkeit für die Gemeinde, einer Aktiv-Region als Vollmitglied beizutreten. Dennoch soll seiner Meinung nach, die Gemeinde zumindest das Bestreben äußern. „Wir müssen zumindest an das Ministerium ein Signal senden, dass wir interessiert sind“, so Liske. Dem stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig zu. „Nicht nur die Kommune würde davon profitieren. Auch Selbstständige und Start-Ups. Für die Bürger ist das eine super Sache“, erklärte Resy de Ruijsscher (Bündnis 90/Die Grünen).

Zum Hintergrund: Voraussetzung für eine Vollmitgliedschaft der Holsteiner Auenland Aktiv-Region ist eine Entwicklungsstrategie. Darin sollen sämtliche Daten und Entwicklungsschwerpunkte der Gemeinde umfangreich bewertet werden. Die Erstellung einer solchen Grundlagenpapiers kostet die Gemeinde nach Aussage der Aktiv-Region mindestens 10 000 Euro. Darüber hinaus hätte Bönningstedt den Mitgliedbeitrag zu tragen. Dieser beträgt momentan 65 Cent pro Einwohner und Jahr. Bei fast 4600 Einwohnern, wären das 2990 Euro pro Jahr.

Die Entscheidung über die Vollmitgliedschaft trifft die Mitgliederversammlung des Holsteiner Auenlandes. „Vor frühestens Ende 2019 kann daher nicht von der Inanspruchnahme von Fördermitteln aus dem Grundbudget ausgegangen werden“, schreibt Katharina Glockner aus der Geschäftsstelle des Holsteiner Auenlandes. Weiter erklärt sie, dass die Teilmitgliedschaft für Ortsteile ausgeschlossen ist. „Dies hat zur Folge, dass die Stadt Quickborn in Gänze beitreten müsste, um den Gemeinden Bönningstedt und Hasloh überhaupt einen Beitritt zu ermöglichen“, schreibt Glockner weiter. Derzeit sei der Aktiv-Region jedoch kein Bestreben der Stadt Quickborn bekannt.
 
Demnach soll der Status der Gastmitgliedschaft in der laufenden Förderperiode bis 2020 nicht geändert werden. Der Beschlussvorschlag sieht Kenntnisnahme des Schreibens vor. Gleichzeitig möchte die Gemeinde ihre Absicht bekräftigen, dass sie Vollmitglied einer Aktiv-Region werden wollen. Der Bürgermeister wird beauftragt, diese Absicht dem zuständigen Ministerium zu übermitteln. Die Gastmitgliedschaft im Holsteiner Auenland bleibt bis auf Weiteres erhalten.

 

Quelle: Pinneberger Tageblatt, 13.03.2018

 

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