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„Neues Leben auf alten Höfen“

Das Beratungsangebot des Kreises Steinburg für Eigentümer alter landwirtschaftlicher Betriebe wird sehr gut angenommen.
 

 

Itzehoe | „Neues Leben auf alten Höfen“: Ein kreisweites Projekt, das Besitzern alter landwirtschaftlicher Gebäude – vorzugsweise vor 1945 gebaut – Wege für eine neue Nutzung aufzeigt und damit Erfolgsgeschichte schreibt. Das fundierte Beratungsangebot des Kreises stieß schon nach seinem Auftakt Anfang November 2018 auf große Resonanz und ist nun in die zweite Runde gegangen.

„Ein spannendes Thema“, bekräftigte Kreistagspräsident Peter Labendowicz anlässlich der Übergabe einer Fördertafel, die für die finanzielle Unterstützung durch die Kooperationspartner des Kreises, die Aktiv-Regionen Steinburg und Holsteiner Auenland, steht. Dadurch werden kostenfreie Erstberatungen ermöglicht. „Das Angebot richtet sich an Besitzer alter landwirtschaftlicher Betriebe, die Beratungsbedarf bei einer möglichen Umnutzung oder Sanierung ihrer Gebäude haben,“ erläutert Olaf Prüß vom Planungsbüro Region-Nord, das mit dem Projektmanagement beauftragt wurde. Ansprechpartner dort sind Mathias Günther und Anke Rohwedder. Fünf Architekten stehen für die Beratung zur Verfügung: Stefan Sommer, Jan-Peter Witte, Dirk Salehi-Jens, Christine Scheer und Holger Reimers. Ziel sei es von Beginn an gewesen, 84 Erstberatungen über den Projektzeitraum von drei Jahren zu erreichen und damit die Einstiegshürde zu nehmen. Wunsch sei es auch gewesen, die Hälfte der Gebäudeeigentümer vielleicht auch schon auf den Weg des Umnutzungsprozesses zu bringen. Doch das erste Jahr ist noch nicht einmal rum, und es habe bereits 30 Erstberatungen gegeben, wobei 22 Konzepte beauftragt worden seien und neun Konzepte schon vorlägen, fügte Anke Rohwedder hinzu. Im Rahmen der Erstberatung kommt einer der Architekten zu einem Vor-Ort-Termin und erörtert gemeinsam mit den Eigentümern erste Ideen zu möglichen Umnutzungs- und Sanierungsmöglichkeiten. Die Ergebnisse werden gemeinsam mit dem Projektteam (bestehend aus mehreren Architekten, dem Projektmanagement sowie Vertretern des Kreisbauamtes) beraten, um Empfehlungen für ein vertiefendes erstes Konzeptpapier auszusprechen. Mit einem zu 90 Prozent geförderten Konzeptentwurf erhalten die Eigentümer dann eine erste Übersicht mit groben Kostenermittlungen für die geplante Baumaßnahme. Dabei sei es bislang vornehmlich um Umbaumaßnahmen gegangen, um mit neuen Nutzungen eventuell zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen.

Damit sei die Idee, die hinter dem Projekt steht aufgegangen, wie Manfred Schmiade als stellvertretender Vorsitzender der Aktiv-Region Steinburg bekräftigte. Die sei aus dem Forschungsvorhaben „Regiobranding“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung“ entstanden, erläuterte er. In den damaligen Haushaltsbefragungen und Interviews sei der Bedarf an qualifizierten Beratungsangeboten festgestellt worden.

„Ein klassisches Beispiel für den Leader-Ansatz“, umschreibt Hans-Jürgen Kütbach, Vorsitzender der Aktiv-Region Holsteiner Auenland die Projektentwicklung von unten: aus der Region für die Region. Vor diesem Hintergrund entwickelten der Kreis und die Aktiv-Regionen Steinburg und Holsteiner Auenland das Projekt, das aus EU-Mitteln sowie von der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Steinburg und dem Kreis Steinburg finanziert wird. Zu 78 Prozent kamen die Anfragen bislang aus den Elbmarschen – davon 36 Prozent Wilstermarsch, 27 Prozent Krempermarsch, 15 Prozent Horst-Herzhorn – und 9 Prozent aus dem Amtsbereich Kellinghusen.

Interessierte Hofbesitzer können sich im Büro RegionNord melden: 04821/94963230; E-Mail: oder über die Homepage: www.regionnord.com

Quelle: Norddeutsche Rundschau, 27. Juli 2019

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