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Starthilfen für die Region

Holsteiner Auenland setzt auch für kommendes Jahr auf die Förderung von Klein-Projekten

 

Führten durch die Mitgliederversammlung: Jürgen Rebien (Amt Kellinghusen, von links), Heike Döpke (Bürgermeisterin Barmstedt), Katharina Glockner (RegionNord), Kay Sierk (Hausherr) und HansJürgen Kütbach (Vereinsvorsitzender AktivRegion). (c) Wittmaack

Westerhorn | Fördergelder in Höhe von gut 8,3 Millionen Euro hat die Aktivregion Holsteiner Auenland seit 2015 ausgeschüttet und damit Investitionen von mehr als 24,6 Millionen Euro angeschoben. Diese Zahlen präsentierte der Vereinsvorsitzende Hans-Jürgen Kütbach während der Mitgliederversammlung. Getagt wurde in Westerhorn. Genauer gesagt in den Räumlichkeiten der ehemaligen Bahnhofsgaststätte, die Kay Sierk 2015 gekauft und seither Stück für Stück in ein Multifunktionsgebäude umgebaut hat. Entstanden sind unter anderem ein grünes Warenhaus, Wohnungen und ein Café.

Die AktivRegion gewährte Sierk dafür einen Zuschuss von 100.000 Euro. Die gleiche Summe wurde für die Restaurierung des benachbarten alten Bahnhofsgebäudes freigegeben, in das einmal verschiedene kleine Läden einziehen sollen. „Es ist üblich, dass sich die Mitglieder vor Ort anschauen, wie ihre Projekte laufen“, erklärte Sierk die Wahl des Sitzungsortes.

Wichtigster Tagesordnungspunkt war der Beschluss des Regionalbudgets für 2021. Regionalmanagerin Katharina Glockner ist bei der AktivRegion Holsteiner Auenland für das Förderprogramm zuständig und bezeichnete es als Erfolgsgeschichte. Das Regionalbudget gibt es erst seit 2020. Als Fördersumme stehen maximal 200.000 Euro bereit. 37 Anträge aus der Auenland-Region gingen ein, 19 Projekte wurden als förderungswürdig ausgewählt. In den Kreis Pinneberg flossen von der Gesamtsumme knapp 40.000 Euro, in den Kreis Steinburg gut 42.500 Euro. Glockner hob das breite Themenspektrum hervor, angefangen beim 3-D Bogenschießen über Defibrillatoren und Sitzbänke bis hin zu einer Erlebnis-Imkerei.

Groß Werbung für eine Fortsetzung des Programms musste sie nicht machen, obwohl dies für die beteiligten Ämter und Städte zusätzliche Kosten bedeutet. Die entsprechende Sonderumlage bezifferte Glockner auf 21 Cent pro Einwohner. Für das Amt Hörnerkirchen entspräche das gut 818 Euro, für die Stadt Barmstedt beliefe sich diese Summe auf exakt 2.145,16 Euro, fürs Amt Rantzau auf 1.800 Euro. Am Ende stimmten die Mitglieder unisono dem Beschluss zu, das Regionalbudget 2021 erneut aufzulegen. An das Geld können sowohl öffentliche wie auch private Antragsteller kommen. Projektanträge müssen bis 1. März 2021 gestellt sein.

Ebenso problemlos verlief die Diskussion über die angedachte Strategieänderung, die aber noch vom Innenministerium genehmigt werden muss. Diese sieht unter anderem eine Verschiebung der maximalen Projekt-Förderhöhe von 100.000 auf 150.000 Euro vor. Und im Kernthema Gemeinschaft sollen auch investive Maßnahmen an Bildungseinrichtungen zum Ausbau des Ganztagsangebotes förderfähig werden. Gleiches gilt für Bildungsangebote und Kurse. Vereinfacht werden sollen die Antragsstellungen beim Kernthema „gemeinsam nachhaltig“. Hier sollen „Maßnahmen an Gebäuden, die der öffentlichen Grundversorgung dienen, und einen Beitrag zur Kohlendioxid-Einsparung leisten“ förderfähig werden.

Quelle: Norddeutsche Rundschau, 19. Juni 2020

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