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Alte Schule ist jetzt neuer Dorftreff

Neubau eines Gemeinschaftshauses zu teuer / Bürger packen beim Umbau mit an / Ehrenbürger Markus Kracht stiftet zwei große Holzfiguren

 Präsentieren die Holz-Kunstwerke vor dem sanierten Dorfgemeinschaftshaus (v.l.): Auftraggeber Markus Kracht, Künstler Janusz Lukowiak und Bürgermeister Ernst Scheel. Foto: Joachim Möller

Auf die Einweihung ihres frisch sanierten Dorfgemeinschaftshauses müssen die Sarlhusener wegen der Corona-Pandemie noch warten. Auf die Kunst am Bau wollte Ehrenbürger Markus Kracht allerdings nicht länger warten. Auch auf sein Drängen hin wurden zwei hölzerne Blickfänger vor dem Gebäude, in dem früher die Dorfschule untergebracht war, aufgestellt: ein Feuerwehrmann und ein Schulmädchen. Beide Figuren hatte Kracht beim heimischen Künstler Janusz Lukowiak in Auftrag gegeben und gestiftet.

Aufgrund seines Alters konnte der 82-Jährige beim Umbau des Gebäudes wenig helfen, doch er wollte auch seinen Teil dazu beitragen. Deshalb entstand die Idee, zwei große Holzfiguren schnitzen und aufstellen zu lassen. „Ich bin hier neun Jahre zur Schule gegangen“, begründet Kracht seine Verbindung zum Gebäude. Deshalb wählte er eine Schülerin, ausstaffiert wie in seiner Jugend, als Motiv für eine Figur. Dass daneben ein Feuerwehrmann in moderner Uniform steht, ist für den Stifter naheliegend. Denn angrenzend an die ehemalige Schule hat das Gerätehaus der Feuerwehr, der er seit 65 Jahren angehört, seinen Platz gefunden.

Mit dem Ergebnis der Arbeit von Janusz Lukowiak ist der 82-Jährige zufrieden. „Das hat er ganz gut hinbekommen.“ Der Künstler hat die Figuren aus Eichenholz geschnitzt, tatkräftig unterstützt von seinem polnischen Freund Jaroslaw Mackowiak, der für die Detailarbeiten zuständig war. Als Modell dienten für die Schülerin Bilder aus dem Internet. Für den Feuerwehrmann zog sich ein Mitglied der Wehr entsprechend an, wurde fotografiert und diente so den Holzkünstlern als Vorlage. „Die Arbeit hat viel Spaß gemacht.“

Die Figuren stehen auf Eisenfüßen, an denen die Holzkonstruktionen angeschraubt wurden. Vorteil: Die stabile Verankerung erschwert Diebstähle und das Holz wird vor Nässe geschützt, weil es nicht mit dem Boden in Berührung kommt.

Die Idee eines Dorfgemeinschaftshauses kam auf, als die letzte von einstmals drei Gaststätten im Ort schloss, sagt Bürgermeister Ernst Scheel. Ursprüngliche Planungen für ein Dorfgemeinschaftshaus sahen noch Kosten von 750.000 Euro vor, doch so viel konnte und wollte die kleine Gemeinde nicht stemmen. Deshalb wurde der kostengünstigere Umbau der alten Schule gewählt. Diese bot sich an, da eine Wohnung frei geworden war. Im hinteren Gebäudeteil war die Bücherei untergebracht, ein anderer Raum stand der Landjugend zur Verfügung.

Mit 360.000 Euro wurde der Umbau veranschlagt, 100.000 Euro davon steuerte die AktivRegion Holsteiner Auenland bei. „Wir bleiben jedoch deutlich unter dem Budget“, betont der Bürgermeister. Vor allem aufgrund der Eigenleistung der Einwohner konnten die Kosten in Grenzen gehalten werden, lobt Ernst Scheel seine Bürger. „Wir hatten sehr viel Unterstützung aus dem Dorf.“

Herausgekommen ist ein Treffpunkt für große und kleine Veranstaltungen. Dazu wurden die zwei Klassenräume zu einem großen Raum zusammengeführt. Der barrierefreie Eingang und das behindertengerechte WC ermöglichen einem großen Teil der Dorfgemeinschaft die Nutzung des Gebäudes. Enthalten sind eine Küche sowie Platz für die Dorfjugend und für die kleine Bücherei. Diese von Doris Kittel geleitete Einrichtung zog vom hinteren Teil der alten Schule in den Eingangsbereich. Und reicht der Platz für Veranstaltungen einmal nicht aus, kann draußen das Festzelt aufgebaut werden mit direktem Zugang zur alten Schule.

Eigentlich wollten die Sarlhusener auch schon seit Monaten die Einweihung gefeiert haben – doch dann kam Corona. „Erst war Ende Juli angedacht, dann Oktober“, sagt Ernst Scheel. Mehrere Male musste die Feier verschoben worden. Der Bürgermeister hofft jetzt, im nächsten Jahr das Haus im Rahmen eines Tages der offenen Tür präsentieren zu können.

Quelle: SHZ, 31. Dezember 2020

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