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KZ-Gedenkstätte wesentlich erweitert

Erweiterungsbau wurde jetzt offiziell eingeweiht

 Kaltenkirchen/Springhirsch (osp) – Bereits 2014 gab es erste Gedanken, die KZ-Gedenkstätte Kaltenkirchen/Springhirsch zu erweitern. Nun endlich konnte am vergangenen Dienstag der Erweiterungsbau, begleitet durch eine Fotoausstellung, offiziell durch den Staatssekretär für Wissenschaft und Kultur im Ministerium für Bildung, Dr. Oliver Grundei, in Anwesenheit von Gästen und Mitgliedern des Trägervereins eingeweiht werden.
Jens-Oliver Nuckel, Architekt und Vorstandsmitglied im Trägerverein der Gedenkstätte, gab einen kurzen Rückblick von der ersten Idee bis zur Realisierung. Aufgrund der Beeinträchtigung der Sicht auf die Gedenkstätte, wurde von dem ursprünglichen Gedanken, den Bestandscontainer zu erweitern, Abstand genommen.
So wurde im Jahr 2017 das gläserne Empfangsgebäude und ein Flügel für eine Ausstellung bis zum Jahr 1945 erstellt. 2019 gab es schließlich die Zusage des Landes für die finanzielle Unterstützung eines zweiten Flügels. Insgesamt fielen Kosten von 210.000 Euro an.
Der hauptamtliche Leiter der Gedenkstätte, Marc Czichy, erinnerte daran, dass diese 20 Jahre ehrenamtlich geleitet wurde. Entstanden sei ein außerschulischer Lern- und Bildungsort. „Eine besondere Würdigung erhielt die Arbeit der Gedenkstätte durch eine seit diesem Jahr bestehende Institutionelle Förderung durch die Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinische Gedenkstätten, die Kreise Segeberg und Pinneberg sowie die Stadt Kaltenkirchen. Mit dieser finanziellen Förderung erhält unsere Arbeit für die kommenden drei Jahre die notwendige Planungssicherheit“, bedankte er sich bei den Fördergebern.
Czichy ging in seiner Rede auch auf die künftige Nutzung des Erweiterungsbaues ein. Dafür sei es notwendig, dass die 21 Jahre alte Dauerausstellung professionell gestaltet und wissenschaftlich, didaktisch und medial auf den aktuellen Stand gebracht würde, so der Leiter der Gedenkstätte. Bei der thematischen und inhaltlichen Erweiterung der Ausstellung gehe es insbesondere auf eine angemessene Darstellung der „Zweiten Geschichte“. Damit sei der politische und gesellschaftliche Umgang mit der Geschichte des historischen Ortes nach 1945 gemeint, erklärte Marc Czichy.
Für die Umgestaltung des alten Teils des Dokumenthauses ist nach seinen Worten ein Bildungszentrum vorgesehen.  Es sei unabdingbar mehr Platz und professionelle Rahmenbedingungen, besonders in Hinblick auf die pädagogische Arbeit mit Jugendlichem, auch im Bereich der Infrastruktur zu schaffen. Außerdem solle die Möglichkeit geschaffen werden, künftig Seminare und Workshops anzubieten und kleine Wechselausstellungen zeigen zu können, nannte er weitere Zukunftspläne.
Er freue sich darüber, so Staatssekretär Dr. Oliver Grundei, dass in einem großen, Parteien übergreifenden Konsens immer wieder investive Mittel aus dem Infrastruktur Modernisierungsprogramm Schleswig-Holstein „IMPULS“ zur Verfügung gestellt würden, um Gedenkstätten zu zeitgemäßen, attraktiven Erinnerungsorte auszubauen und zu stärken. In der pädagogischen Arbeit sähe er den Kontakt zu Jugendlichen und Multiplikatoren an erster Stelle, so Grundei. „Junge Menschen erreicht man sicherlich am besten durch gut vor- und nachbereitete, pädagogisch eingebundene Schülerfahrten – ohne Pflicht oder Zwangspädagogisierung –, durch ganz- oder mehrtägige Kulturprojekte und Jugendprojekte, auch über Grenzen, Herkunftsländer, Migrationshintergründe und Religionen hinweg“, ist der Staatssekretär überzeugt.  
Neben der Vermittlungsarbeit brauche es aber auch gute Dauerausstellungen, auf dem neuesten Stand der Forschung. „Auch hierfür können wir 2021 noch einmal 120.000 Euro gezielt für Gestaltung, Konzeption und Kuratierung in Kaltenkirchen zur Verfügung stellen“, versprach er. Weitere Mittel in Höhe von 100.000 Euro werden nach Auskunft des Vorsitzenden des Fördervereins, Hans-Jürgen Kütbach, aus der AktivRegion Holsteiner Auenland als EU-Mittel fließen. Trotz Einbeziehung von digitalen Medien und Video-Archiven werde der Besuch des authentischen Ortes im Vordergrund bleiben. „Gedenkstädten sind der richtige Ort, um Fragen zu stellen – und um Antworten zu finden“, so Oliver Grundei. Das Wissen um die Vergangenheit habe erst seinen Wert, wenn es für spätere Generationen zum Handeln in Gegenwart und Zukunft führe. „Denken, nachdenken, gedenken ist ein Dreiklang, der zusammengehört“, schloss er seine Rede.

Quelle: Ihr Anzeiger, 9. Juli 2021

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